Analog Audio - Grundlagen der Pro Audio Technik

praktische Anwendungen von Induktivitäten in der analogen Audiotechnik
Autor: Gerd Jüngling - Copyright: Alle Rechte vorbehalten
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Bedingt durch Abmessungen und Kosten sind Induktivitäten ein wichtiges Bauteil im Bereich der Hochfrequenztechnik. Induktivitäten im Bereich analoger Audiotechnik werden nur in geringem Umfang eingesetzt. Dies liegt in erster Linie daran, dass die erforderlichen für Frequenzen im Hörbereich Werte so groß sind, dass eine Spule für Audiotechnik nicht ein kleines Bauteil mit den Abmessungen von einigen Millimetern ist sondern ein gewichtiger Klotz. Je niedriger die Frequenz wird, umso größer wird die Spule. Um große Induktivitäten im Bereich von einigen Henry zu konstruieren genügt es nicht einfach einen langen und dünnen Draht aufzuwickeln. Die so erreichbare Induktivität ist bei realistischen Abmessungen der Spule viel zu klein. Verwendet man zum Wickeln einer Spule einen Kern aus einem magnetisch leitfähigen Material, z. B. Eisen, so erhöht sich die Induktivität einer Spule beträchtlich. Mit dieser Art Spule erreicht man zwar höhere Induktivitäten bei kleineren Abmessungen, aber nur mit neuen Problemen. Auch solche Spulen werden aber kaum eingesetzt, da hier Platz, Gewicht und Preis gegen die Verwendung sprechen. Mit aktive Filterschaltungen erreicht man mit weniger Aufwand die gleichen Resultate. Ferner handelt man sich bei der Verwendung von Spulen immer das Problem von Störungen durch magnetische Einstreuungen ein. Da eine Spule nicht nur selbst ein magnetisches Feld aufbaut, sondern das Prinzip auch umkehrbar ist, setzen Induktivitäten Magnetfelder in elektrischen Strom um. Ein 50 Hz Feld eines Netztransformators wird daher in einer Spule zu einer im Signalweg auftreten Störspannung führen, deren Größe von den Verhältnissen des Schaltkreises und des Feldes abhängig sind. Dies macht die Verwendung von magnetischen Abschirmungen erforderlich, die neue Platz-, Gewichts- und vor allem Kostenprobleme mit sich bringen.

Ausnahmen bestärigen die Regel. Beim Bau passiver Lautsprecherweichen kommt man um die Verwendung von Spulen nicht herum. Hier werden meist sogenannte Luftspulen verwendet. Dies sind Spulen, die eben keinen Eisenkern haben. Die wohl wichtigste Anwendung von Spulen im Bereich der analogen Audiotechnik ist der Transformator. Der Transformator ist eine Anordnung von mindestens zwei Spulen, die auf einen gemeinsamen Kern gewickelt sind. Fließt durch Spule 1 ein Strom, so erzeugt das hier entstehende Magnetfeld eine Spannung an Spule 2. Mit diesem Prinzip kann man Wechselspannungen herauf und heruntersetzen und voneinander isolieren. Da der Transport der Energie durch das Magnetfeld erfolgt ist keine elektrisch leidende (galvanische) Verbindung zwischen den beiden Stromkreisen erforderlich. Neben der Verwendung dieses Prinzips für die Transformation von Netzspannungen werden spezielle Transformatoren, (Übertrager) die so konstruiert sind, dass Sie den gesamten Frequenzbereich des Audiobandes überdecken, verwendet .



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