Testberichte über Pro Audio Geräte
und Mischpulte

Modulsystem adt-audio V700
Testbericht der Zeitschrift Studio Magazin

die PDF-Version dieses Tests finden Sie hier:
V700 Testbericht aus der Zeitschrift Studio Magazin
TestV700De.pdf - 2.3 MB oder: TestV700De.zip - 2.2 MB

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Mikrofonverstärker V776V776

Der V776 ist der Standard-Eingangsverstärker des V700-Systems; er kombiniert einen Mikrofoneingang, einen ebenfalls Übertragersymmetrischen Line-Eingang sowie einen hochohmigen DI-Instrumenteneingang mit frontseitig zugänglicher Klinkenbuchse. Die Einstellung der Vorverstärkung erfolgt für alle drei Eingangswege, die über beleuchtete Drucktasten umgeschaltet werden, mit unabhängigen Pegelstellern. Der Mikrofoneingang besitzt einerseits einen großen Drehschalter, der die Verstärkung in Schritten zu 6 dB umschaltet, und zusätzlich einen stufenlosen 'Fine'-Regler, der die Verstärkung nochmals um bis zu 10 dB erhöhen kann. Um eine optimale Rauschanpassung zu erhalten, wird bei den ersten drei Stufen des Gain-Schalters (0, 8 und 16 dB) intern eine Vordämpfung mitgeschaltet. Um die nachfolgende Verstärkerschaltung mit der für das Rauschverhalten optimalen Impedanz von 5-10 Kiloohm arbeiten zu lassen, übernimmt der Eingangsäbertrager hier eine Impedanzanpassung auf die eingangsseitigen 200 Ohm des Mikrofons. Dabei wird allerdings das Signal bereits um rund 17 dB verstärkt - zum Erreichen kleinerer Verstärkungen wird deshalb ein Pad verwendet. Das Angenehme an dieser Schaltungsart ist die Tatsache, dass das Pad ohne Zutun des Anwenders automatisch im Signalweg liegt, wenn es benötigt wird.

Eine interessante Besonderheit ist auch das auf die drei Ansatzfrequenzen 30, 40 und 80 Hz schaltbare Subsonic-Filter, das zusätzlich zu einem regelbaren Hochpass vorhanden ist. Im Gegensatz zu diesem ist das als passives Kondensator- und Widerstandsnetzwerk aufgebaute Subsonic-Filter, bekannt beispielsweise aus alten Röhren-Vorverstärkern wie dem V76, bereits in der Primärwicklung des Eingangsübertragers angeordnet und schützt diesen damit vor tieffrequenten Übersteuerungen, ohne andererseits Rauschen hinzuzufügen oder die Eingangssymmetrie zu verschlechtern. Die Steilheit dieses Filters liegt bei rund 7-8 dB pro Oktave.

Die beiden Drehschalter R-Load und C-Load ermöglichen eine zusätzliche ohmsche und/oder kapazitive Belastung des Mikrofoneingangs in mehreren Abstufungen, um die klanglichen Eigenschaften des angeschlossenen Mikrofons und seiner Ausgangsstufe variieren zu können. Dabei wird das Eingangssignal des Verstärkers schrittweise mit einem Widerstand von 700 bis 200 Ohm sowie mit Kapazitäten zwischen 330 Picofarad und 1,5 Nanofarad belastet. Die Belastung mit 1,5 Nanofarad entspricht dabei in etwa dem Anschluss eines Mikrofonkabels von 10 Metern Länge.

Die Verstärkung des Line-Eingangs ist im Bereich zwischen -20 und +20 dB einstellbar. Das Hochpassfilter ist im Gegensatz zur Subsonic-Funktion mit 24 dB pro Oktave sehr steilflankig ausgelegt; die Höhensperre arbeitet mit 12 dB pro Oktave. Der besonders hochohmig ausgelegte Instrumenteneingang eignet sich auch zum Anschluss sehr empfindlicher passiver Tonabnehmer und läßt sich um bis zu 36 dB verstärken. Mit den beiden Tasten 'Ground Lift' und 'Balanced' läßt sich für alle denkbaren Signal- und Erdungskonfigurationen ein brummfreier Betrieb realisieren. Ganz unten befindet sich eine vierstufige LED-Kette, die immer den Ausgangspegel des Moduls anzeigt.

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