Testberichte über Pro Audio Geräte
und Mischpulte

ToolMod Pro Audio System
Testbericht der Zeitschrift Studio Magazin

die PDF-Version dieses Tests finden Sie hier:
ToolMod Testbericht aus der Zeitschrift Studio Magazin
TestToolModDe.pdf - 3.9 MB oder: TestToolModDe.zip - 3.7 MB

ZURÜCK | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | VOR

Die eigentliche Überraschung lieferte der TM101 allerdings bei einer auf +50 dBu reduzierten Verstärkung; hier rauschte der Ausgang mit -77,3 dBu RMS effektiv, was einem EIN-Wert von -127,3 dB entspricht. Hier tritt also der seltene Fall ein, dass ein Mikrofonvorverstärker bei niedrigeren, in der Praxis natürlich viel wichtigeren Verstärkungseinstellungen bessere EIN-Werte produziert als bei der Maximalverstärkung. Und auch bei +40 dB Gain war der sich ergebende EIN-Wert mit -126,7 dB noch besser als die Ergebnisse der meisten anderen Vorverstärker bei Maximalverstärkung. Das Diagramm 2 zeigt das ausgeglichene FFT-Rauschspektrum der Vorstufe bei voll aufgedrehtem Gain; in Diagramm 3 sind die vielfältigen Einstellmöglichkeiten der stufenlos stimmbaren Hoch- und Tiefpassfilter dokumentiert. Die Unsymmetriedämpfung des Eingangs ist ausgezeichnet; sie erreicht bei 1 kHz rund -90 dBr und bewegt sich bei 15 kHz immer noch bei etwa -75 dBr.

Nächster Testkandidat für unsere Messungen war der 'große' Entzerrer TM105. Bei Nullstellung der Gain-Regler rauschte er mit -89,7 dBu RMS effektiv, was in Verbindung mit dem Maximalpegel jenseits von +30 dBu einen nutzbaren Gesamt-Dynamikbereich von rund 120 dB ergibt; in dieser Größenordnung bewegten sich im Test auch die übrigen Line- Module. Rauschen gehört also ganz sicher zu den Problemen, mit denen sich Anwender von Toolmod-Systemen niemals ernsthaft werden befassen müssen. Die Unsymmetriedämpfung erreicht bei 1 kHz Werte um die -75 dBr und ist damit für ein Line-Gerät ebenfalls ausgezeichnet. Das Diagramm 4 zeigt die Charakteristik und den Einstellbereich der beiden als R/C-Filter ausgeführten Randbänder; deutlich erkennbar ist dabei die 'Soft Bell'-Charakteristik des Low-Filters. Im Diagramm 5 wurden die Bell-Filter Mid 1 und Mid 2 mit maximalem Hub und maximaler Filtergüte auf die jeweils kleinste und größte Ansatzfrequenz eingestellt; erkennbar ist neben der hohen einstellbaren Filtergüte auch die starke Überlappung der Frequenzbereiche beider Filter, zwischen denen ja noch ein drittes Sweep-Band angeordnet ist. Das Kompressor-Modul TM112 rauschte im Test mit -92,6 dBu und war damit noch einmal rund 3 dB leiser als der Fünfband-EQ. Das Diagramm 6 zeigt als Beispiel drei Kennlinien bei konstanter Ratio und drei verschiedenen Einstellungen des Knee-Parameters.

TM101 Diagramm FFT Rauschspektrum

TM101 Diagramm Frequenzgang und Phasengang

TM101 Frquenzgänge der Höhen- und Tiefensperre

TM105 Hoch- und Tiefentzerrer Kurven

Diagramm Soft Knee Einstellung des Kompressor TM112 TM105 Frquenzgänge der Mid-Equalizer bei schmaler Einstellung

ZURÜCK | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | VOR


Newsletter Eintrag:
bitte Zahlen eingeben